„Wie weiter mit der Jugendarbeit in Hartha?“

Veranstaltung
Unter dieser Überschrift haben die Mitarbeiterinnen des Projekts DIADEM Harthaer Bürger und Bürgerinnen am 31.5.2017 in die Stadtbibliothek eingeladen. Auf dieser Veranstaltung wurde das engagierte Eintreten der Harthaer Jugendlichen für einen selbstverwalteten Jugendclub deutlich. Plastisch wurden den Anwesenden die Mühen, Hoffnungen und Rückschläge, mit denen die Jugendlichen seit 2014 in ihrem Heimatort gekämpft haben und leider gescheitert sind.
Es wurden – aus der Jugendperspektive – die enttäuschenden Entwicklungen und die Gründe des Scheitern vorgestellt und mit den Bürgerinnen und Bürger den Vertreter*innen der Jugend- und Kulturarbeit, des Stadtrats und Stadtverwaltung kontrovers zu Rolle und Verantwortung in diesem Prozess diskutiert.


Das Kulturbüro Sachsen e.V. konnte Gelingensbedingungen offener Jugendarbeit in die Diskussion einbringen, zu denen eine Kommunikation auf Augenhöhe mit Jugendlichen und partizipative Entscheidungsstrukturen unerlässlich sind. So konnten Vermutungen von erwachsenen Einwohnern der Stadt, die jungen Menschen hätten sich in der Vergangenheit nicht genug engagiert, aus der Welt geschafft werden.

Eine Vertreterin der Stadt wies darauf hin, dass man sich derzeit bemühe, den im Februar geschlossenen städtischen Jugendclub 2019 wieder zu eröffnen. Bis dahin wird es voraussichtlich keinerlei offene Jugendarbeit geben. Um ein selbstverwaltetes Jugend- und Kulturobjekt wird sich auch nicht weiter bemüht. Nach alle den Jahren und dem Schrumpfen der engagierten Jugendgruppe, sind die Bemühungen um die Etablierung eines solchen Ortes auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt.  

Das Kulturbüro Sachsen e.V. nimmt den Prozess in Hartha zum Anlass, im vierten Quartal 2017 in einer Publikation Gelingensbedingungen für selbstverwaltete Jugendarbeit vorzustellen.