Langfristige Perspektive für das Projekt
„In einer coolen Demokratie leben“

IG BCE Nordost schließt langfristigen Vertrag über Demokratie-Tage im Betrieb mit dem Kulturbüro Sachsen e.V. ab


Faltblatt In einer coolen Demokratie leben Der Landesbezirk Nordost der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) hat dem erfolgreichen Projekt „In einer coolen Demokratie leben“ eine langfristige Perspektive gegeben.

Berlin/Dresden Mai 2017: Wie nicht zuletzt das Göttinger Institut für Demokratieforschung in einer von der Bundesregierung in Auftrag gegeben Studie gezeigt hat, gibt es in Ostdeutschland starke Tendenzen, die Rechtspopulismus wie auch Rechtsextremismus befürworten und dabei Demokratie ablehnen. Auch wenn vergleichbare andere Studien immer gezeigt haben, dass es diese Tendenzen auch in Westdeutschland gibt, so zeigt sich in vielen Bereichen, dass die Problematik in Ostdeutschland zumindest sichtbarer, wenn nicht sogar stärker ist. Der IG BCE Landesbezirk Nordost hat dieses Themen zu einem Schwerpunkt erklärt und bereits im Jahr 2015 mit dem Projekt „In einer coolen Demokratie leben“ gemeinsam mit dem Kulturbüro Sachsen e.V. ein wirksames Instrument entwickelt. In Thementagen werden hierbei mit Auszubildenden die verschiedenen Facetten demokratischer Willensbildung beleuchtet, um Demokratie in Betrieb und Gesellschaft insgesamt zu stärken. Sowohl die Betriebe, in denen die Thementage stattfanden (z.B. BASF Schwarzheide, Wacker AG Nünchritz, LEAG Kraftwerk Jänschwalde) wie auch die Teilnehmenden waren begeistert von dem Projekt.


Daher wird das Projekt jetzt fortgesetzt und in das Regelangebot des IG BCE Landesbezirks aufgenommen. In einem nunmehr unterschriebenen Vertrag hat sich die IG BCE Nordost mit dem Partner Kulturbüro Sachsen e.V. auf eine Vertragslaufzeit von fünf Jahren und einer finanziellen Beteiligung des Landesbezirks sowie der fünf dazu gehörigen IG BCE-Bezirke geeinigt. Auch die interessierten Unternehmen leisten in dem Konzept dabei einen Anteil. Spenden von Privatpersonen und von Unternehmen an das Kulturbüro Sachsen e.V. oder an den IG BCE Landesbezirk Nordost zur Projektunterstützung sind dabei jederzeit möglich. Oliver Heinrich, Landesbezirksleiter Nordost, betont die Relevanz des Projekts: „Wir haben uns für die Weiterführung und eine langfristige Perspektive des Projekts entscheiden, da wir überzeugt sind, hiermit einen Anteil zur Stärkung unserer Demokratie im Betrieb zu leisten. Auch wollen wir natürlich Sorgen und berechtigte Nöte der Auszubildenden in den Thementage diskutieren. Es gibt hier keine Denk- oder Redeverbote!“.

An den Thementage interessierte Betriebe, Betriebsräte und Jugendasuzubildendenvetretungen (JAVen) sowie IG BCE-Vertrauensleute können sich gerne an den IG BCE Landesbezirk Nordost per Mail wenden, um weitere Infos zu erhalten (lb.nordost[ät]igbce.de).