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> Samstag, 12.03.2016, Leipzig: Das Wohnen lernen? - Symposium zur Unterbringungspraxis von Geflüchteten und Wege zum selbstbestimmten Wohnen

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Die Unterbringung von Geflüchteten in Sammelunterkünften ist seit den 1980er Jahren gesetzlich vorgeschrieben und bleibt im politischen wie auch sozialpädagogische Diskurs bis auf Ausnahmen unangetastet. Dabei bedeutet sie vor allem für die Betroffenen die Einschränkung der Selbstbestimmtheit, sie führt zu Isolation und verhindert Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Diese gegenwärtige Praxis ist sozialpolitisch der Wohnungslosenhilfe entlehnt. Ihr stehen US-amerikanische wie europäische Projekte der Wohnungslosenhilfe gegenüber: Sie operieren bereits erfolgreich nach dem Prinzip „housing first“.

Ziel des Symposiums ist dementsprechend neben einer Analyse der Wohn- und Lebenssituation von Geflüchteten, US-amerikanische und europäische Projekte der Wohnungslosenhilfe den gegenwärtigen Praxen gegenüber zu stellen und zu diskutieren. So sollen neue Entwicklungen in der Sozialen Arbeit in den Blick genommen und eine Willkommenskultur für Geflüchtete als Bewährungsfeld für die solidarische Stadtentwicklung der Zukunft erörtert werden.

Ort: Geisteswissenschaftliche Zentrum, Universität Leipzig, Beethoven Straße 15, 04107 Leipzig


Folgendes Programm ist geplant:

12. März 2016, 9.00- 19.30 Uhr

Vorträge:
- Asylunterbringung im Bundesvergleich
- Das Lager. Ort der Exklusion
- Wohnfähigkeit als grundgesetzwidriger Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe
- Wohnungslosenhilfe als Modell für Asylunterbringung?
- Willkommenskultur als Bewährungsfeld für die soziale Stadtentwicklung

Referent_innen sind:
- Kay Wendel (Brandenburgischer Flüchtlingrat)
- Napuli Langa (Menschenrechtsaktivistin; Aktivistin des Protestcamps am Oranienplatz, Berlin)
- Henrik Lebuhn (Humbold-Universität Berlin)
- Alexander Klose (angefragt; Humbold-Universität Berlin)
- Sam Tsemberis (Department of Psychiatry, Columbia University Medical Center; Begründer von Pathways to housing New York City)
- Jan Kuhnert (angefragt; ehem. Vertrauensperson des Mietenvolksentscheid Berlin; KUB Kommunal- und Unternehmensberatung GmbH)

Workshops
- Selbstbestimmtes Wohnen von Geflüchteten
- Housing First: Lehren aus der Wohnungslosenhilfe
- Kampf um Anerkennung & Teilhabe
- Willkommenskultur & solidarische Stadtentwicklung

Workhops voraussichtlich mit: Vertreter_innen von Wij zijn hier (Amsterdam), von No Bunker (Genf), von Women in Exile, vom Kulturbüro Sachsen e.V., von Stadt für alle, Leipzig
Außerdem mit: Sam Tsemberis, Klaus Maurer und Philipp Schäfer

Podiumsdiskussion zum gegenwärtigen Paradigma „Ankommen und Orientieren“
mit Vertreter_innen aus Wissenschaft, Aktivismus, Politik und Praxis.
Moderiert von Thyra Veyder-Malberg

Ein detailliertes Tagungsprogramm veröffentlichen wir in Kürze.

Vorbereitungskreis: Initiativkreis: Menschen.Würdig, Kulturbüro Sachsen e. V.