11.2.2006 - Tag der Demokratie in Dresden oder Diese Stadt hat Nazis satt
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Aufruf zur Meile der Demokratie zum Downloaden. Aufruf zur Demonstration "Deutsche Täter_innen sind keine Opfer! Gegen Jeden Geschichtsrevisionismus!" zum Downloaden. Aktion gegen Aufmarsch von 4200 Rechten Schriftzug «Diese Stadt hat Nazis satt» leuchtet vor der Frauenkirche Quelle: Mitteldeutsche Zeitung Mit einer "Meile der Demokratie" haben Vereine, Parteien und Gewerkschaften zusammen mit Dresdner Bürgern am Samstag gegen einen Aufmarsch von etwa 4.200 Rechtsextremisten in der Stadt protestiert. Am Abend leuchtete ein aus Kerzen gebildeter Schriftzug «Diese Stadt hat Nazis satt» vor der Frauenkirche. Etwa 1000 linke Gegendemonstranten verhinderten am Nachmittag mit einer Blockade der historischen Augustusbrücke, dass sich der Zug der Rechten durch die Innenstadt bewegen konnte. Die Veranstalter der Demokratie-Meile mit Info-Ständen und Kulturaktionen, an der sich 21 Organisationen beteiligten, sprachen von etwa 5000 Besuchern. Ein Großaufgebot der Polizei verhinderte ein Zusammentreffen der Demonstranten. Im Einsatz waren rund 1270 Beamte aus Sachsen, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und von der Bundespolizei im Einsatz. Zu einer Demonstration linker Gruppen am Vormittag hatten sich laut Polizei rund 500 Menschen eingefunden. Zehn Menschen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen, drei aus der linken und sieben aus der rechten Szene. Anlass der Demonstrationen und Aktionen war der 61. Jahrestag der Zerstörung Dresdens zu Ende des Zweiten Weltkrieges. Die rechtsextreme Junge Landsmannschaft Ostpreußen hatte unterstützt von der NPD zu einem «Trauermarsch» für die Opfer der Luftangriffe am 13. und 14. Februar 1945 aufgerufen. Dresdens Bürger hingegen wollten deutlich machen, dass die Stadt in ihr Gedenken alle Opfer von Krieg und Nationalsozialismus einschließt und um Versöhnung wirbt. 4.000 Rechtsextremisten in Dresden - Bürger hielten dagegen Quelle: MDR INFO Mit einer Sitzblockade haben rund 1.000 Menschen gegen einen Marsch von Neonazis demonstriert. Bei eisiger Kälte harrten sie stundenlang auf der Augustusbrücke aus, um den Rechtsextremisten die geplante Route zu versperren. Die rund 4.000 Neonazis mussten über eine andere Brücke ausweichen. Gleichzeitig luden verschiedene Bürgerinitiativen auf dem Schlossplatz zu einer "Meile der Demokratie" ein. Auf einer Bühne spielten Bands, Friedengruppen waren mit Infoständen vor Ort. Anlass der Aktionen war die Bombardierung Dresdens, die sich am Montag zum 61. Mal jährt. DD: Naziaufmarsch gestoppt von stopperin - 11.02.2006 20:45 Quelle: Indymedia Der Naziaufmarsch konnte durch eine Blockade auf der Augustusbrücke gestoppt werden und musste wieder umkehren. Hier ein kleiner Bericht von den Geschehnissen des Tages... Pünktlich um 11 Uhr (mit einer Stunde Verspätung) startete die Antifademo an der Altmarktgalerie. Ich schätze mal, dass sich etwa 1000 Personen eingefunden hatten. Die Demoroute verlief diesmal zentral durch die Altstadt - vorbei an den Konsumtempeln, der Synagoge, Frauenkirche, Schloßplatz und dem Sammelpunkt der Nazis. Anscheinend gibt es das Verbot aller politischen Veranstaltungen im Innenstadtbereich nur am 13.2. - oder wurde diese Allgemeinverfügung der letzten Jahre endlich gekippt? Bisher waren in Dresden der Naziaufmarsch und die Gegenaktivitäten politisch, das Gedenken des Fliegerangriffs aber nicht. Dresden machte es sich da leicht... Während der Demo liefen über den Lauti-wagen viel Musik und vorproduzierte Redebeiträge (Thema: Synagoge, Frauenkirche und ein schlecht zu verstehender Beitrag vom AntifaRechercheTeam). Die Stimmung war entspannt und doch konzentriert und geschlossen. Ich hatte auch den Eindruck, dass sich das Tempo der Demo nach den Infos richtete, wann die Nazi nun loslaufen würden. Wir wollten ja zur rechten Zeit kurz vor dem rechten Ort sein ;-). Lesen Sie weiter. |



















