AKTUELL

> Politische Bildungsreihe für "Neue Deutsche"

Das Kulturbüro Sachsen e.V. veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Flüchtlingsrat und der Landesarbeitsgemeinschaft politisch-kulturelle Bildung Sachsen e.V. (pokubi) eine Seminarreihe, welche sich in erster Linie an Menschen mit Migrationshintergrund richtet.

Das nächste Seminar mit den Thema "Demokratie" findet am 7. März 2015 statt.

Bitte melden sie sich bis spätestens eine Woche vor dem jeweiligen Seminar über das Kulturbüro Sachsen e.V. an! (Email: mbt.mitte-ost(at)kulturbuero-sachsen.de oder Telefon: 03501-582289)

Die Teilnahme an den Seminaren ist kostenlos. Fahrtkosten werden erstattet.

Um das Faltblatt als .PDF zu downlaoden bitte auf das Bild klicken.

Pressemitteilung vom 20.02.2015

> Solidarität mit Jule Nagel und Monika Lazar

Das Kulturbüro Sachsen e.V. solidarisiert sich ausdrücklich mit der Landtagsabgeordneten Juliane Nagel und der Bundestagsabgeordneten Monika Lazar deren Engagement gegen Rassismus kriminalisiert werden soll.

Als landesweiter Träger der Mobilen Beratung arbeiten wir überparteilich und stehen an der Seite aller, die sich für eine menschenrechtsorientierte Demokratie und gegen Rassismus und Neonazismus engagieren. Monika Lazar und Juliane Nagel gehören zum Kreis unserer langjährigen Kooperationspartnerinnen, mit denen wir durchweg positive Erfahrungen gemacht haben. Die gegen sie erhobenen Vorwürfe halten wir für völlig abwegig.

Michael Nattke, Fachreferent des Kulturbüro Sachsen e.V. dazu: „Jule Nagel und Monika Lazar gehören zu denjenigen Abgeordneten aus Sachsen, die sich seit vielen Jahren konsequent und mit unglaublicher Kraft gegen Rassismus und Neonazis und für die Rechte von Geflüchteten und Minderheiten engagieren. Wir haben dabei oft gemeinsam gestritten und werden dass auch in Zukunft weiter so tun.“

Während im Fall der Überfälle im Umfeld der PEGIDA-Demonstrationen auf Jugendliche am 22.12. in Dresden oder im Fall der Übergriffe auf Journalisten am Rande der LEGIDA-Demonstrationen noch keine Tatverdächtigen ermittelt werden konnten, werden hier diejenigen kriminalisiert, die gegen die rassistischen Aufmärsche eindeutig Flagge bekennen.

„Das ist nicht nur das falsche Zeichen, sondern das ist beschämend für Sachsen. Es scheint sich zu einem Standard der sächsischen Justiz zu entwickeln, dass ausgerechnet gegen diejenigen ermittelt wird, die ihre demokratischen Grundrechte wahrnehmen, um zu Protesten, Demonstrationen und zivilem Ungehorsam aufzurufen.“ ergänzt Nattke.

> Politische Jugendarbeit vom Kopf auf die Füße

Individuelle Lebensentwürfe junger Menschen stoßen vor allem im ländlichen Raum auf Widerstände. Sie stellen die eingefahrenen Gleise der Erwachsenenwelt in Frage. Verbunden mit einer nichtrechten, menschenrechts- orientierten Jugendkultur, die für Pluralismus und eigene Freiräume kämpft, stößt dieses Engagement schnell an die Akzeptanzgrenzen in der Bevölkerung und der kommunalen Entscheidungsträger_innen. Wie politische Jugendarbeit mit Empowermentansätzen dieser Ausgrenzungsfalle entgehen kann und wie menschenrechtsorientierte Jugendliche, in Haltungen und Positionen den Erwachsenen weit voraus, Gemeindeleben politisch bereichern können, zeigt diese Publikation und stellt damit politische Jugendarbeit vom Kopf auf die Füße.

Die Publikation kann als PDF kostenlos herunter geladen werden: download Broschüre (.PDF,  unter dem Link: 800 KB)

Wenn Sie gedruckte Exemplare dieser Publiaktion gegen Portokosten beziehen möchten, dann wenden Sie sich an Frau Liane Römmermann, telefonisch unter 0351/3233659 oder per E-Mail liane.roemmermann[ät]kulturbuero-sachsen.de.

> Fachgespräch zum Empowerment in der Jugendarbeit

Am 25.11.2014 führten die Mitarbeiter_innen des Projektes Werkstatt Junge Demokratie in Pirna (Landkreis Sächsische Schweiz) mit Jugendsozialarbeiter_innen aus der Region ein Fachgespräch durch. Ziel war es Erfahrungen go to pharmacy, Konzepte und Implementationschancen des in Mittelsachen und dem Landkreis Zwickau durchgeführten Projektes in anderen Landkreisen zu diskutieren.

Nach drei kurzen Inputreferaten von Andrea Hübler (Mitarbeiterin der Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt Dresden), Ina Lorenz (Mitarbeiterin des Projektes Werkstatt Junge Demokratie) und Steffen Richter (Mitarbeiter des Alternativen Kultur- und Bildungszentrums Pirna e.V.) kamen wir mit den Anwesenden ins Gespräch.

Besprochen und teils kontrovers diskutiert wurden die Fragen nach den Möglichkeiten des Empowerment von menschenrechtsorientierten Jugendlichen, den Grenzen der Arbeit mit rechten Jugendlichen und dem Ziel sozialarbeiterischen Handelns im Jugendbereich.

Ein ausführlicher Bericht vom Journalisten Michael Bartsch zum Fachgespräch steht als PDF zum Download zur Verfügung.

Besonders gefreut hat uns die Anwesenheit des neuen Generalkonsuls der Vereinigten Staaten von Amerika aus Leipzig, Herrn Scott Riedmann. Das Konsulat und die Botschaft der USA unterstützen das Kulturbüro Sachsen e.V. seit längerem bei der Durchführung von Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen mit Demokratie- und Menscherechte förderndem Charakter.

> Pegida – ein rassistischer Resonanzraum

Einschätzung des Kulturbüro Sachsen, Presseinformation vom 13.12.2014

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Kulturbüro Sachsen e.V. veröffentlicht hiermit eine Einschätzung zur derzeitigen Auseinandersetzung mit der Vereinigung „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida).
 
Die Einschätzung des Kulturbüro Sachsen e.V. (mit Zusammenfassung) steht in diesem .PDF (344 KB) zum Download zur Verfügung.
 
Grit Hanneforth, Geschäftsführerin des Kulturbüro Sachsen e.V. sagt dazu: „Jede Woche engagieren sich tausende Menschen in der Bundesrepublik ehrenamtlich, um die Lebensbedingungen für Asylsuchende zu verbessern. Würde man alle diese Menschen in Dresden versammeln, dann wäre auf den Straßen kein Platz mehr für Pegida. Nur weil Pegida laut und derzeit sichtbar ist, sind sie nicht die gesellschaftliche Mehrheit.“

Das Kulturbüro Sachsen e.V. kritisiert, dass den Betroffenen von Rassismus, den Asylsuchenden, Geflüchteten und den vielen Menschen, die sich in Willkommensbündnissen engagierten, öffentlich zu wenig Gespräch angeboten wird. Hanneforth weiter: „Den Focus alleine auf die chauvinistischen Vereinigung Pegida zu richten, stellt die Perspektive Geflüchteter, Asylsuchenden und zahlloser Engagierter in den Schatten. Diese müssen öffentlich sichtbarer werden. Dadurch werden die Populisten in Pegida an ihren Platz verwiesen.“

„Das Kulturbüro Sachsen e.V. wird weiterhin gemeinsam mit anderen demokratischen und menschenrechtsorientierten Kräften dazu aufrufen dem rassistischen Resonanzraum, den Pegida eröffnet hat, den Boden zu entziehen und sich für Asylsuchende einzusetzen,“ sagt Hanneforth

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Grit Hanneforth

----------------------
Kulturbüro Sachsen e.V.
Bautzner Straße 45
01099 Dresden

buero[ät]kulturbuero-sachsen.de

Unterkategorien