AKTUELL

SAVE THE DATE: 7. und 8. November 2014

> 3. Initiativenkonferenz „Asyl in Sachsen“ in Leipzig

wir möchten Sie über folgenden Termin informieren:
Bereits zum dritten Mal findet die Initiativenkonferenz „Asyl in Sachsen“ statt. Ziel ist es einen breiten Erfahrungsaustausch und eine Vernetzungsplattform für Initiativen und Einzelpersonen, die sich für die Belange geflüchteter Menschen engagieren, zu bieten. Ein wesentliches Anliegen ist es dabei, dass Asylsuchende und Flüchtlinge aktiv in die Vorbereitung und Durchführung des Treffens einbezogen werden.

Die Konferenz findet am 7. und 8. November 2014 in Leipzig statt.

Folgende thematische Schwerpunkte sind geplant:

7. November 2014, 19.00- 21.00 Uhr
Vorträge und kritische Statements zu der durch den Bundesinnenminister geplanten Asylrechtsreform

8. November 10.00 - 17.00 Uhr
Inputs und Workshops zu folgenden Themen sind angedacht:
   - Spannungsfeld Rassismus und Staat
   - Entlastungsstrategien in der ehrenamtlichen Beratungsarbeit
   - Racial Profiling
   - Gesundheitsversorgung
   - Rassistische Proteste gegen Unterkünfte geflüchteter Menschen
   - Unterstützungsformen im ländlichen Raum
   - Sensibilisierung von Nachbar_innen
   - Bildungszugänge

Ein detailliertes, mehrsprachiges Tagungsprogramm und den konkreten Ort geben wir in Kürze bekannt.

 

Organisatorischer Hinweis:
Die Veranstalter behalten sich vor, Personen die rechtsextremistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von diese auszuschließen.

 

Solvejg Höppner und Franz Hammer für den Vorbereitungskreis der Initiativenkonferenz

Vorbereitungskreis: Kulturbüro Sachsen e. V., RAA Sachsen e. V., Refugee Law Clinic (Leipzig), Sächsischer Flüchtlingsrat e. V., StuRa Univ. Leipzig - Antira-Referat, Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen

 

Presseinformation des Kulturbüro Sachsen vom 25.08.2014:

> Kulturbüro Sachsen warnt vor Neonazis und Rechtspopulisten im sächsischen Landtag


Das Kulturbüro Sachsen e.V. ruft alle sächsischen Bürger_innen dazu auf am kommenden Sonntag an der Landtagswahl in Sachsen teilzunehmen. Die Gefahr eines Wiedereinzugs der neonazistischen NPD ist noch nicht gebannt.

Grit Hanneforth, Geschäftsführerin des Kulturbüro Sachsen e.V. dazu: „Auch bei den letzten beiden Landtagswahlen lag die NPD in den Prognosen um die Fünf-Prozent. Wenn sie bei den jetzigen Landtagswahlen wie 2009 gegenüber den Kreistagswahlen um 0,5% zulegt, dann könnte sie den Sprung in den Landtag knapp schaffen.“

Hanneforth dazu weiter: „Bei den Kommunal-und Europawahlen im Mai hat sich gezeigt, dass es nach wie vor Hochburgen der NPD im Land gibt, in denen sie regional auch zweistellige Ergebnisse erzielen kann. In den Landkreisen Bautzen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, dem Erzgebirgskreis und Nordsachsen erreichen die Neonazis regelmäßig mehr als fünf Prozent der Stimmen. Es kommt darauf an, dass viele Demokraten in unserem Land zu den Wahlen gehen und damit dafür sorgen, dass die NPD im Sächsischen Landtag Geschichte wird.“

Das Kulturbüro Sachsen e.V. nimmt auch zur Kenntnis, dass die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD), die von renommierten Wissenschaftlern, wie z.B. Alexander Häusler als Partei mit „belegbarer Tendenz zu rechtspopulistischer Ausrichtung“[1] bezeichnet wird, nach den Prognosen über 5 % erreichen könnte. Dieser Trend zeichnete sich bei der diesjährigen Kommunalwahl in allen sächsischen Wahlkreisen deutlich ab. Bei den letzten Europawahlen erreichte sie sogar ein zweistelliges Ergebnis. Hochburgen sind die Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Erzgebirgskreis und die Großstädte.

Grit Hanneforth dazu: „Die Arbeit des Kulturbüro Sachsen e.V. ist auf die Entwicklung und den Ausbau einer menschenrechtsorientierten Demokratie in unserem Land ausgerichtet. Die Stärke einer Demokratie erweist sich im Schutz der Minderheiten. Diesen Minderheitenschutz versucht die AfD z.B. mit der geforderten Volksabstimmungen zum Minarettbau zu umgehen. Ihre Forderung zielt damit auf die massive Einschränkung demokratischer Grundrechte. Bürgerbeteiligung und Minderheitenschutz gehören in einer Demokratie zusammen. Wer dass weiß, wird am 31. August sein Kreuz weder bei Neonazis, noch bei Rechtspopulisten setzen.“


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1 Vgl.: Häusler, Alexander unter Mitarbeit von Teubert, Horst und Roeser, Rainer. (2013): Die „Alternative für Deutschland“ – eine neue rechtspopulistische Partei? Materialien und Deutungen zur vertiefenden Auseinandersetzung.



Kontakt für Rückfragen:
Kulturbüro Sachsen e.V.
Grit Hanneforth

Telefon: 0173 - 862 76 62

 

Presseinformation des Kulturbüro Sachsen e.V. vom 24. Juli 2014:

> Antisemitismus auch in Sachsen entgegentreten


Mit Besorgnis nimmt das Kulturbüro Sachsen e.V. die Zunahme antisemitischer Vorfälle in Europa und auch in Sachsen in den letzten Wochen zur Kenntnis. Grit Hanneforth, Geschäftsführerin des Kulturbüro Sachsen e.V. dazu: „Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit Menschen und Organisationen, die von diesen antisemitischen Diskriminierungen und Angriffen betroffen sind.“

„Ob getarnt als Friedensdemonstration, die einseitig Israel als Feindbild ausmacht, ob als Verschwörungstheorie auf den sogenannten Montagsdemonstrationen oder in Form von Gewalt oder Schmiereien – Antisemitismus darf in der deutschen Gesellschaft nicht wieder unwidersprochen bleiben.“ so Hanneforth weiter.

In Leipzig kam es am letzten Wochenende zu antisemitischen Hasstiraden am Rande einer Demonstration. Rund 100 Menschen zogen mit Parolen wie „Kindermörder Israel“ durch die Stadt. Einzelne skandierten „Scheiß Juden“. In Dresden kam es Anfang Juli zu Schmiereien an der Neuen Synagoge. Für kommenden Dienstag wird im Internet zu einer Demonstration in Dresden aufgerufen: Der Anmelder der dazugehörigen Facebook-Gruppe teilt auf seinem Account Propagandavideos der islamistischen Terrororganisation Isis und positioniert sich antisemitisch.

Grit Hanneforth meint: „Es ist wichtig sich gerade in solchen schwierigen Zeiten klar und deutlich gegen Antisemitismus zu positionieren und sich auf die Seite der jüdischen Menschen in unserem Land zu stellen. Wir fordern darüber hinaus staatliche Stellen auf, ihre Bemühungen zum Schutz derjenigen, die angefeindet oder angegriffen werden zu intensivierten und antisemitische Straftaten konsequent zu verfolgen.“

Kontakt für Rückfragen:
Kulturbüro Sachsen e.V.
Michael Nattke

Telefon: 0172 - 200 37 27
Fax: 0351-563 40 898
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

> Netzwerk Antidiskriminierungskultur in Sachsen veröffentlicht Wahlprüfsteine


Am 23. Juli 2014 hat das Netzwerk für Antidiskriminierungskultur in Sachsen (NADIS) Wahlprüfsteine zum Thema Antidiskriminierungspolitik in Sachsen veröffentlicht. Das Kulturbüro Sachsen e.V. ist eines der Mitglieder des NADIS, dem darüber hinaus u.a. das Antidiskriminierungsbüro Leipzig, der Gerede e.V., die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen, der Sächsische Migrantenbeirat und der Verband binationaler Familien und Partnerschaften angehören.

Die Mitgliedsorganisationen des NADIS arbeiten in unterschiedlichen Arbeitsfeldern schwerpunktmäßig zu den Themen Behinderung, Migration, Rassismus, sexuelle Identität, Gender, Lebensalter, Religion/Weltanschauung und Demokratieentwicklung. Sie betrachten Diskriminierung als eine problematische gesellschaftliche Realität und haben beschlossen, im Rahmen eines merkmalsübergreifenden, horizontalen Netzwerkes zusammenzuarbeiten. Ihr gemeinsames Ziel ist die Etablierung einer gelebten Antidiskriminierungskultur in Sachsen.

Wahlprüfsteine

> Das Projekt „Werkstatt Junge Demokratie“ des Kulturbüro Sachsen e.V. erhält Hermine Albers Anerkennungspreis der Arbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendhilfe (AGJ).

 
Am 3. Juni fand im Rahmen des Deutschen Kinder- und Jugendhilfetags "24/7 Kinder- und Jugendhilfe. viel wert. gerecht. wirkungsvoll." in Berlin die Preisverleihung des Hermine Albers Preises statt.

Während der sehr interessanten bis kurzweiligen Veranstaltung erhielt das Projekt „Werkstatt Junge Demokratie“ des Kulturbüro Sachsen e.V. den Anerkennungspreis in der Kategorie Praxispreis der Kinder- und Jugendhilfe. Die Laudatio hielt Ulrike Werthmanns-Reppekus, Vorsitzende der Jury zur Vergabe des Kinder – und Jugendhilfepreises 2014, die das Projekt „Werkstatt junge Demokratie“ - zum Empowerment von menschenrechtsorientierten Jugendlichen im ländlichen Raum Sachsens - als sehr wertvollen Ansatz beschrieb.

Im Anschluss überreichte die Rheinland-Pfälzischen Integrationsministerin Irene Alt, der Vorsitzende der Jugend- und Familienministerkonferenz sowie Martina Rheinhardt, stellv. Vorsitzen des Vorstandes der AGJ, den Preis.
Unser, während der Preisverleihung postulierter Paradigmenwechsel in der Jugendsozialarbeit - weg vom defizit- hin zum ressourcenorientierten Ansatz als Kernidee der „Werkstatt junge Demokratie“, wurde mit viel Applaus und positiven Rückmeldungen honoriert.

Die zahlreichen Gespräche beim abschließenden Empfang mit den anderen Preisträgern, der Jury und dem Laudator motivierten uns, diese Kernidee mit den menschenrechtsorientierten Jugendlichen weiter zu entwickeln.

Wir freuen uns sehr über den Hermine Albers Anerkennungspreis und danken hiermit nochmals ganz besonders Aktion Mensch, der PARITÄT Sachsen, der Amadeu-Antonio-Stiftung, der Sebastian-Cobler-Stiftung, dem Fonds Soziokultur und allen anderen, die finanziell und ideell das Projekt „Werkstatt junge Demokratie“, das 2013 regulär endet, unterstützt haben.

3. Juni 2014: Kulturbüro Sachen erhält Hermine Albers Preis
Irene Alt (links), Preisträger_innen, Ulrike Werthmann-Reppekus (2.v. rechts), Martina Rheinhardt (rechts)

Hermine Albers Preisträger_innen
Selfi Kulturbüro Sachsen e.V. auf der Preisverleihung Hermine – Albers – Preis

 

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