AKTUELL

> Politische Jugendarbeit vom Kopf auf die Füße

Individuelle Lebensentwürfe junger Menschen stoßen vor allem im ländlichen Raum auf Widerstände. Sie stellen die eingefahrenen Gleise der Erwachsenenwelt in Frage. Verbunden mit einer nichtrechten, menschenrechts- orientierten Jugendkultur, die für Pluralismus und eigene Freiräume kämpft, stößt dieses Engagement schnell an die Akzeptanzgrenzen in der Bevölkerung und der kommunalen Entscheidungsträger_innen. Wie politische Jugendarbeit mit Empowermentansätzen dieser Ausgrenzungsfalle entgehen kann und wie menschenrechtsorientierte Jugendliche, in Haltungen und Positionen den Erwachsenen weit voraus, Gemeindeleben politisch bereichern können, zeigt diese Publikation und stellt damit politische Jugendarbeit vom Kopf auf die Füße.

Die Publikation kann als PDF kostenlos herunter geladen werden: download Broschüre (.PDF,  unter dem Link: 800 KB)

Wenn Sie gedruckte Exemplare dieser Publiaktion gegen Portokosten beziehen möchten, dann wenden Sie sich an Frau Liane Römmermann, telefonisch unter 0351/3233659 oder per E-Mail liane.roemmermann[ät]kulturbuero-sachsen.de.

> Fachgespräch zum Empowerment in der Jugendarbeit

Am 25.11.2014 führten die Mitarbeiter_innen des Projektes Werkstatt Junge Demokratie in Pirna (Landkreis Sächsische Schweiz) mit Jugendsozialarbeiter_innen aus der Region ein Fachgespräch durch. Ziel war es Erfahrungen go to pharmacy, Konzepte und Implementationschancen des in Mittelsachen und dem Landkreis Zwickau durchgeführten Projektes in anderen Landkreisen zu diskutieren.

Nach drei kurzen Inputreferaten von Andrea Hübler (Mitarbeiterin der Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt Dresden), Ina Lorenz (Mitarbeiterin des Projektes Werkstatt Junge Demokratie) und Steffen Richter (Mitarbeiter des Alternativen Kultur- und Bildungszentrums Pirna e.V.) kamen wir mit den Anwesenden ins Gespräch.

Besprochen und teils kontrovers diskutiert wurden die Fragen nach den Möglichkeiten des Empowerment von menschenrechtsorientierten Jugendlichen, den Grenzen der Arbeit mit rechten Jugendlichen und dem Ziel sozialarbeiterischen Handelns im Jugendbereich.

Ein ausführlicher Bericht vom Journalisten Michael Bartsch zum Fachgespräch steht als PDF zum Download zur Verfügung.

Besonders gefreut hat uns die Anwesenheit des neuen Generalkonsuls der Vereinigten Staaten von Amerika aus Leipzig, Herrn Scott Riedmann. Das Konsulat und die Botschaft der USA unterstützen das Kulturbüro Sachsen e.V. seit längerem bei der Durchführung von Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen mit Demokratie- und Menscherechte förderndem Charakter.

> Pegida – ein rassistischer Resonanzraum

Einschätzung des Kulturbüro Sachsen, Presseinformation vom 13.12.2014

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Kulturbüro Sachsen e.V. veröffentlicht hiermit eine Einschätzung zur derzeitigen Auseinandersetzung mit der Vereinigung „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida).
 
Die Einschätzung des Kulturbüro Sachsen e.V. (mit Zusammenfassung) steht in diesem .PDF (344 KB) zum Download zur Verfügung.
 
Grit Hanneforth, Geschäftsführerin des Kulturbüro Sachsen e.V. sagt dazu: „Jede Woche engagieren sich tausende Menschen in der Bundesrepublik ehrenamtlich, um die Lebensbedingungen für Asylsuchende zu verbessern. Würde man alle diese Menschen in Dresden versammeln, dann wäre auf den Straßen kein Platz mehr für Pegida. Nur weil Pegida laut und derzeit sichtbar ist, sind sie nicht die gesellschaftliche Mehrheit.“

Das Kulturbüro Sachsen e.V. kritisiert, dass den Betroffenen von Rassismus, den Asylsuchenden, Geflüchteten und den vielen Menschen, die sich in Willkommensbündnissen engagierten, öffentlich zu wenig Gespräch angeboten wird. Hanneforth weiter: „Den Focus alleine auf die chauvinistischen Vereinigung Pegida zu richten, stellt die Perspektive Geflüchteter, Asylsuchenden und zahlloser Engagierter in den Schatten. Diese müssen öffentlich sichtbarer werden. Dadurch werden die Populisten in Pegida an ihren Platz verwiesen.“

„Das Kulturbüro Sachsen e.V. wird weiterhin gemeinsam mit anderen demokratischen und menschenrechtsorientierten Kräften dazu aufrufen dem rassistischen Resonanzraum, den Pegida eröffnet hat, den Boden zu entziehen und sich für Asylsuchende einzusetzen,“ sagt Hanneforth

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Grit Hanneforth

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Kulturbüro Sachsen e.V.
Bautzner Straße 45
01099 Dresden

buero[ät]kulturbuero-sachsen.de

> Politische Bildungsreihe für "Neue Deutsche"

Das Kulturbüro Sachsen e.V. veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Flüchtlingsrat und der Landesarbeitsgemeinschaft politisch-kulturelle Bildung Sachsen e.V. (pokubi) eine Seminarreihe, welche sich in erster Linie an Menschen mit Migrationshintergrund richtet.

Das erste Seminar mit den Thema "Flucht und Asyl in Sachsen" findet bereits am 18. Dezember 2014 statt.

Bitte melden sie sich bis spätestens eine Woche vor dem jeweiligen Seminar über das Kulturbüro Sachsen e.V. an! (Email: mbt.mitte-ost(at)kulturbuero-sachsen.de oder Telefon: 03501-582289)

Die Teilnahme an den Seminaren ist kostenlos. Fahrtkosten werden erstattet.

Um das Faltblatt als .PDF zu downlaoden bitte auf das Bild klicken.

> Forschungsarbeit "Antiziganismus und Schuldabwehr"

Am 26.11.2014 präsentierte die Politikwissenschaftlerin Hannah Eitel im Rahmen einer Veranstaltung des Kulturbüro Sachsen e.V. in Dresden die
Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit "Antiziganismus und Schuldabwehr". Die Abwehr der Schuld in der deutschen Auseinandersetzung mit der Shoa ist nur
allzu bekannt. Demgegenüber scheint bezüglich der Vernichtung der Sintezze und Romnija im Nationalsozialismus das Schuldgefühl ganz und gar zu fehlen.
Hannah Eitel hat die Frage gestellt, ob es äqivalent zu einem in der Kritischen Theorie entwicklten Begriff des Schuldabwehr-Antisemitismus, auch
einen "Schuldabwehr-Antiziganismus" gibt. Die Ergebnisse ihrer Arbeit können ab sofort nachgelesen werden und sind im Download-Bereich auf der Homepage
des Kulturbüro Sachsen e.V. abrufbar.

Link zum Download: Antiziganismus und Schuldabwehr (.PDF, 650 KB)

Kontakt zur Autorin: hannah.eitel[ät]mailbox.tu-dresden.de

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